Die Geschichte der Trachtenkapelle Heuweiler

      (Franz Hugo Schwörer,bearbeitet von G.Geissler)

Die Gründung Damals schon Trachtenkapelle Unerhellte Jahre der Vereinsgeschichte Zwischen den beiden Weltkriegen Düstere Ahnungen
Wiedergründung 1947 In der neuen Tracht Die Jahre eilen dahin Aufs 100jährige zu Dank und Verpflichtung

In der neuen Tracht:

Nicht schlecht geschaut und gestaunt hat die Bevölkerung, als die Kapelle am Sonntagabend - es war der 5. Juli 1970 - nach der Rückkehr aus Ebersberg in ihren neuen Schwarzwälder Trachten mit klingendem Spiel von der Laube durchs Dorf marschierte. Nur ein engster Kreis und einige Eingeweihte hatten gewusst, dass die Musik sich neu eingekleidet hat. Die Anschaffung dieser Tracht, die für ihre Träger nicht nur eine Äußerlichkeit bedeutet, sondern innere Verbundenheit mit Heimat und Brauchtum, hat sich als richtig erwiesen; die Kapelle bietet so bei allen Anlässen einwürdiges, repräsentables Bild. Die graue, an Luftwaffensoldaten erinnernde Uniform war als Vorgängerin der Tracht etwa zehn Jahre getragen worden.
Mit einem Ständchen gratulierte die Musik im Namen der Bevölkerung Oskar Binninger zur Wahl als Bürgermeister von Heuweiler am 4. Oktober 1970. Am 2. Juli 1972 nahm die Trachtenkapelle selbstverständlich am Verbandsmusikfest in Gundelfingen teil. Mit vielen Gastkapellen aus der näheren und weiteren Umgebung feierte der Musikverein vom 14.-16. Juli 1972 sein 85jähriges Bestehen. Es lässt sich leicht vorstellen, welch vielseitiges und abwechslungsreiches Musikprogramm die Kapellen aus Kollnau, Buchholz, Sexau, Ebersberg, die Männerchöre aus Wildtal und Glottertal, die Musikvereine Norsingen, Gundelfingen, Holzhausen, Burkheim, Denzlingen, Vörstetten, Kollmarsreute, Glottertal, Hausen a. d. M., Tunsel, Ballrechten und Lapoutroie (Elsaß) boten. Für 25jährige Treue wurden von Vizepräsident Jäger (Herbolzheim) als Aktive geehrt: Anton Engler, Josef Dörr (Baß), Hermann Dörr, Max Holzer, August Holzer, Josef Sehwehr, Vinzenz Scherzinger und Franz Über. Die fünf Jahre bis zum 90jährigen waren neben dem »üblichen« ausgefüllt mit Frühjahrs-, Wunsch- und Bezirkskonzerten, der musikalischen Mitwirkung bei Bürgerversammlungen und Gemeindefeiern, der Alemannischen Woche in Freiburg, den Baden-Württembergischen Heimattagen (einmal sogar in Pforzheim), dem unentgeltlichen Spiel in Krankenhäusern und Altersheimen.
Am Jungbläserwettbewerb in Teningen am 11. Mai 1974 nimmt auch wieder eine Gruppe aus Heuweiler teil. Nachdem im Februar 1975 die Vereinssatzungen neuaufgestellt und mit einem entsprechenden Antrag beim Registergericht - Amtsgericht Freiburg eingereicht wurden, wird er ein „eingetragener Verein“. Der offizielle Titel heißt nun »Musikverein Heuweiler - Trachtenkapelle e.V.«. Die Aufnahme in den »Bund Heimat und Volksleben« als Trachtenkapelle erfolgte am 14. März 1976.Mit der erneuten Teilnahme an einem Wertungsspiel am 15. Mai 1977 in Freiburg-St.Georgen unterzieht sich der Verein einer selbstkritischen und leistungssteigernden Kontrolle und erreicht mit dem Pflichtstück »Prelude Ministure« von E. Mayo und dem Selbstwahlstück »Ungarische Fantasie Nr. 3« von G. Lotterer einen Ersten Rang. Bei der Rückkehr von diesem Wertungsspiel entsteht die Aufnahme des Vereins auf dem Bühl vor der »berühmten« Kulisse des Kirchbergs.